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	<title>Comments on: Das Netz als Feind. Warum ein Intellektueller das Internet mit Wut verfolgt.</title>
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		<title>By: Andi Leser</title>
		<link>http://kontext.edublogs.org/2009/05/25/das-netz-als-feind/comment-page-1/#comment-377</link>
		<dc:creator>Andi Leser</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2009 13:05:37 +0000</pubDate>
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		<description>Genau dieser Artikel &quot;Das Netz als Feind. Warum der Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt wird.&quot; von Adam Soboczynski ließ mich DIE ZEIT, Nr. 22 (20. Mai 2009) weglegen und der Realität zuwenden. 

DIE ZEIT ist mir schon öfter unangenehm kulturpessimistisch vorgekommen, und das nicht einmal in einem angenehm lesbaren und originellen Stil wie beispielsweise Nietzsches Texte. Stets wird die Welt in zwei Teile geteilt, in einen der technischen Fehlentwicklungen und in einen, der &quot;Hört-uns-endlich-an, dann-wird-alles-besser&quot; genant werden kann. 

DIE ZEIT benennt sich nach dem, was sie uns beim Lesen stiehlt. Doch statt Selbstkritik gibt es permanente Kritik am Fernsehen, am Internet, an der Genforschung (berechtigt, aber oft im Ansatz falsch) usw. Es ist, wie mir scheint, der Neid der Geisteswissenschaftler an den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Für den Naturwissenschaftler gibt es klare Gsetze (Naturgesetze halt), die er entweder umgehen oder ausnutzen möchte. Der Geisteswissenschaftler hingegen stellt seine eigenen Gesetze auf und trickst sich dabei selber aus, denn letztlich jongliert er nur auf der Ebene der Worte. Worte können hochtrabent klingen oder niederträchtig, doch was am Ende dabei herauskommt, ist heiße Luft. Damit schießt man keinen Satelliten in eine berechnete Umlaufbahn!

DIE ZEIT nehme ich mir nicht mehr!

Liebe Grüße
aus Pauls Kombüse!

ps: Die Masse gibt es nicht. Es gibt nur Individuen, die zusammen agieren. Wer schreibt, ist einsam und agiert nicht gemeinsam. Ich denke, das ist die Geschichte des abendländischen Intellektuellen. Vor den Universitäten waren Mönchklöster die Herde der Bildung. Dort köchelten enthaltsame Mönche die Suppe der &quot;reinen Wissenschaft&quot; und pflegten die Schreibkunst. Mühselig wurden per Hand Bücher kopiert, illuminiert und weitergegeben. Mit den Unis und der Erfindung des Buchdrucks ging dieses Monopol verloren, die elitäre Einstellung gegenüber dem &quot;illiteraten Pleps&quot; ist jedoch geblieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau dieser Artikel &#8220;Das Netz als Feind. Warum der Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt wird.&#8221; von Adam Soboczynski ließ mich DIE ZEIT, Nr. 22 (20. Mai 2009) weglegen und der Realität zuwenden. </p>
<p>DIE ZEIT ist mir schon öfter unangenehm kulturpessimistisch vorgekommen, und das nicht einmal in einem angenehm lesbaren und originellen Stil wie beispielsweise Nietzsches Texte. Stets wird die Welt in zwei Teile geteilt, in einen der technischen Fehlentwicklungen und in einen, der &#8220;Hört-uns-endlich-an, dann-wird-alles-besser&#8221; genant werden kann. </p>
<p>DIE ZEIT benennt sich nach dem, was sie uns beim Lesen stiehlt. Doch statt Selbstkritik gibt es permanente Kritik am Fernsehen, am Internet, an der Genforschung (berechtigt, aber oft im Ansatz falsch) usw. Es ist, wie mir scheint, der Neid der Geisteswissenschaftler an den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Für den Naturwissenschaftler gibt es klare Gsetze (Naturgesetze halt), die er entweder umgehen oder ausnutzen möchte. Der Geisteswissenschaftler hingegen stellt seine eigenen Gesetze auf und trickst sich dabei selber aus, denn letztlich jongliert er nur auf der Ebene der Worte. Worte können hochtrabent klingen oder niederträchtig, doch was am Ende dabei herauskommt, ist heiße Luft. Damit schießt man keinen Satelliten in eine berechnete Umlaufbahn!</p>
<p>DIE ZEIT nehme ich mir nicht mehr!</p>
<p>Liebe Grüße<br />
aus Pauls Kombüse!</p>
<p>ps: Die Masse gibt es nicht. Es gibt nur Individuen, die zusammen agieren. Wer schreibt, ist einsam und agiert nicht gemeinsam. Ich denke, das ist die Geschichte des abendländischen Intellektuellen. Vor den Universitäten waren Mönchklöster die Herde der Bildung. Dort köchelten enthaltsame Mönche die Suppe der &#8220;reinen Wissenschaft&#8221; und pflegten die Schreibkunst. Mühselig wurden per Hand Bücher kopiert, illuminiert und weitergegeben. Mit den Unis und der Erfindung des Buchdrucks ging dieses Monopol verloren, die elitäre Einstellung gegenüber dem &#8220;illiteraten Pleps&#8221; ist jedoch geblieben.</p>
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